Kanzleiphilosophie

Beratung "aus einer Hand"

Ist Steuerberatung in einer durch zwei Inhaber geführten Kanzlei noch zeitgemäß? Sind größere Zusammenschlüsse notwendig?

Für die Betreuung von Großunternehmen mögen die Fragen zu bejahen sein, für die Mehrzahl der Mittelständler nach meiner Erfahrung dagegen nicht.

Schon bei Gründung der Kanzlei zeichnete sich ein Trend zu größeren Beratungseinheiten und starker Spezialisierung sowie damit einhergehender Anonymisierung ab. Dem wollte Herbert Ossendorf den Gegenentwurf des "Generalisten" in einer überschaubaren Einzelkanzlei gegenüberstellen.

Inzwischen mehren sich die Stimmen, die die Notwendigkeit EINES Beraters befürworten, der erst durch seine Gesamtsicht auf die Situation einen möglichen Beratungs- und Handlungsbedarf erkennen kann und dann auch, wenn nötig, externen Sachverstand einbindet und koordiniert.

Mit unserer Tätigkeit verfolgen wir das Ziel, den Mandanten eine umfassende, intensive und auf die persönlichen Verhältnisse zugeschnittene Beratung und Betreuung in allen steuerlichen und wirtschaftlichen Fragen zu bieten. EIN Berater, der die individuellen geschäftlichen und persönlichen Verhältnisse genau kennt, ist und bleibt Ansprechpartner des Mandanten.

Fundament dieser Tätigkeit ist gegenseitiges Vertrauen, fachliche Kompetenz in der Beratung, jahrzehntelange Erfahrung und persönliche Integrität. Deshalb kann der Mandant immer auch sicher sein, dass eben wegen der vollständigen Gesamtsicht auf die Beratungsanforderungen die Hinzuziehung von Spezialisten aus anderen Fachrichtungen rechtzeitig angeregt wird, wenn es die Umstände erfordern. Auch darum soll sich der Mandant nicht bemühen müssen.  

Diese die Kanzleigründung leitende Zielvorstellung hat trotz des gewandelten Wirtschafts- und Beratungsumfeldes und des seither rasanten technischen Fortschrittes ihre Gültigkeit behalten. Sie erfordert persönliches Engagement ebenso wie genaue Kenntnis der geschäftlichen und persönlichen Aktivitäten und Vorstellungen des Mandanten. Beratung ist nicht zuallererst Aussage und Empfehlung, sondern beginnt zunächst beim Zuhören.

Die Sicht einer mandantenorientierten Beratungskanzlei erfordert auch Selbstbeschränkung. Nicht anonymes Mengenwachstum der Kanzlei, sondern der Beratungsnutzen für den Mandanten und die Kenntnis der eigenen Fähigkeiten bestimmen das Handeln.

Beratung ist nicht der standardisierte Dienstleistungsartikel im Warenkorb des Großanbieters, sondern wird als individuelle Einzelleistung verstanden. Jedes Mandat und jede Aufgabenstellung sind ein Unikat.